Michel Rodange und seine engere Heimat

Michel Rodange und seine engere Heimat

Der bei weitem berühmteste Sohn der Gemeinde Waldbillig, Michel Rodange, erblickte vor 175 Jahren, am 3. Januar 1827 im Haus des « Schouster Mëchel », später « Nannetts-Haus » genannt, in Waldbillig das Licht der Welt. Seine Eltern waren die Eheleute Michel Rodange (1786-1832) und Jeannette (Nannett) Theisen (1783-1873). Der Vater übte das Schusterhandwerk aus und betrieb nebenbei eine kleine Landwirtschaft. Von den älteren Geschwistern Michel Rodanges lebte nur noch sein Bruder Jean (geboren am 27. Oktober 1815), die beiden anderen Brüder waren bereits als Kleinkinder gestorben.

Es war ein schwerer Schicksalschlag für die Familie, als der Vater im Alter von nur 46 Jahren, an den Folgen einer Typhuserkrankung, am 19. Januar 1832 verschied. Der gerade erst fünfjährige Michel wurde schlagartig mit dem Ernst des Lebens konfrontiert. Die empfangene Liebe und Geborgenheit von Seiten seiner Mutter und dem 12 Jahre älteren Bruder prägten ihn für sein ganzes Leben. Die schwer geprüfte Mutter zeigte eine starke Willenskraft und erzog ihre beiden Söhne in ihrem Sinne, um rechtschaffene Männer aus ihnen zu machen.

Der kleine Michel erlebte am eigenen Leib, wie schwer und entbehrungsreich das Leben sein kann. Während seine Mutter und der Bruder sich mit einem kleinen Krämerladen und dem bescheidenen landwirtschaftlichen Betrieb abrackerten, besuchte Michel die Winterschule in Waldbillig. Es wurde in der damaligen Zeit wenig Wert auf die schuliche Ausbildung gelegt, das Lehrpersonal war schlecht ausgebildet und verdiente einen Hungerlohn. Im Sommer war schulfrei, denn die Kinder wurden zur Feldarbeit herangezogen, oder mussten das Vieh hüten. In der ein Jahr vor seinem Ableben verfassten « Chronik von Waldbillig », geht der Dichter eingehend auf das Leben in seinem Heimatort ein. Schade, dass diese handschriftliche Chronik nur stückweise erhalten blieb und heute spurlos verschwunden ist ! Aber, dass Michel Rodange diese Chronik kurz vor seinem Tode niederschrieb, beweist wie sehr er an seinem Heimatort hing. Dasselbe gilt für die vielen Gedichte in deutscher oder luxemburgischer Sprache, welche der Dichter im Laufe der Jahre verfasste, in welchen seine Liebe und Anhänglichkeit an Waldbillig und die nähere Umgebung anklingen.

In der vorliegenden Schrift versuchen wir dem Leser eine Auswahl aus dem umfangreichen Werk des Nationaldichters vorzulegen, welche die Heimat und Jugendzeit von Michel Rodange beinhaltet. Dazwischen einige Gedichte mit ironisch, satirischem Inhalt, aus denen der Verfasser des « Rénert » bereits erste Kostproben seines Könnens unter Beweis stellte.

Schade, dass Michel Rodange zu Lebzeiten nie die Anerkennung der andern Mundartdichter, Dicks und Lentz erlangen konnte. Er blieb zeitlebens der einfache, bescheidene Schustersohn aus Waldbillig. Und doch überragte er seine Dichterkollegen mit seinem Hauptwerk, dem Tierepos « Rénert ». Ein Klassiker, der zur Weltliteratur zu rechnen ist, selbst wenn es auf dem Reineke Fuchs von Goethe beruht. Der Stoff dieser Tierfabel ist nun einmal international. Aber Rodange hat nicht einfach bei Goethe abgeschrieben, nein er hat seinen Rénert bei uns beheimatet. Es ist ein stockluxemburgischer Fuchs, der luxemburgische grosse wie kleine Tiere aus allen Teilen und Schichten des Landes betrügt, an der Nase herumführt und sich mit Hilfe seiner Schlauheit und Gerissenheit, auf Kosten der andern durchs Leben lügt. Der Rénert ist wahrhaftig zeitlos und heute so aktuell wie damals.
Michel Rodange ist bei uns in Waldbillig nicht in Vergessenheit geraten, denn bei jeder sich bietenden Gelegenheit wird er gebührend gefeiert. Sein Geburtshaus befindet sich noch immer an derselben Stelle, wo der Dichter geboren wurde ! Es befand sich kurze Zeit im Besitz der Gemeindeverwaltung, diese hatte mehrere gut durchdachte Pläne für eine zukünftige Verwendung des Hauses ausgearbeitet, fand aber leider nicht die nötige Unterstützung höherenorts. Das Haus wurde unter Denkmalschutz gestellt und ging in öffentlicher Versteigerung in den Besitz einer jungen Familie über. Nicht wie von bestimmter Seite bis zur Bewusstlosigkeit behauptet wird « fir een Apel an e Stéck Brout » verscherbelt, sondern für den üblichen Verkehrswert von Immobilien dieser Art. Seither erfüllt es seinen ursprünglichen Zweck als Wohnhaus und es besteht die Garantie, dass es der Nachwelt unversehrt erhalten bleibt.

Das Haus wurde übrigens 1817 von den Eltern des Nationaldichters erbaut, während der Rundstedt-Offensive im Dezember 1944 total zerstört, nach dem Krieg wieder aufgebaut und wurde stets als Wohnhaus verwendet. 1926 liess die Gemeindeverwaltung eine Gedenktafel am Haus anbringen, welche im Krieg zerstört wurde. Bereits am 9. September 1951 wurde eine neue Tafel am neu errichteten Haus enthüllt. Beide Feiern gestalteten sich zu wahren Volksfesten, wie Waldbillig sie vorher nie erlebt hatte. 1977 zum 150. Geburtstag von Michel Rodange, feierte die ganze Gemeinde.
Der neue Schul – und Sportkomplex erhielt vom Gemeinderat in seiner Sitzung vom 14. Juni 2001 einstimmig den Namen « Centre Michel Rodange ». Am 16. November 2001, anlässlich der Einweihung des neuen Gemeindehauses, wurde zum 125. Todestag des Dichters, eine bronzene Büste von Michel Rodange enthüllt. Zum 175. Geburtstag 2002 wird eine « Quinzaine Michel Rodange » veranstaltet. Wir sind zuversichtlich, dass diese Feiern den erwarteten Erfolg verbuchen können, denn wir sind es dem grössten Sohn unserer Gemeinde schuldig.

Kurzer Lebenslauf unseres Nationaldichters Michel Rodange,

geboren am 3. Januar 1827 in Waldbillig.
Der Grossvater von Michel Rodange Jean Nicolas Rodange wurde 1742 in Bergem geboren. Er starb am 29. November 1802 in Waldbillig und war mit Eva Oberweis (1752 – 1828) verheiratet. Die Heirat fand am 15. Juni 1774 in Waldbillig statt und die junge Familie bewohnte das Haus « Thelen ».

Der Vater, Michel Rodange, geboren am 9. Mai 1786 in Waldbillig, war das fünfte von sechs Kindern. Die Mutter Jeannette Theisen, geboren am 14. Februar 1783, in Fischbach/Mersch, war mit ihrer Familie 1810 nach Waldbillig  » a Mreien  » übergesiedelt. Der Vater des Dichters hatte nie eine Schule besucht und verdingte sich bereits als Halbwüchsiger als Kuhjunge nach Medernach. Später hatte er sich als Knecht durchgeschlagen und er erlernte nebenbei das Schusterhandwerk. Im Jahre 1806 musste er zur Musterung der französichen Armee und wurde für tauglich befunden. Als er im gleichen Jahr den Stellungsbefehl erhielt, entzog er sich dem Dienst in der Armee und tauchte bis 1810 als Refraktär unter. Durch das Amnestiedekret vom 25. März 1810, welches reuigen Refraktären Straffreiheit versprach, stellte sich Michel Rodange den Militärbehörden. Er kam zunächst zum 2. Husarenregiment mit Garnison in Maastricht, wo er als Ameeschuster arbeitete. Im Januar 1812 war er im Depot von Niort und im Juni 1812 lag er in Saint-Jean-d’Angély in Garnison. Am 15. Juli 1814, nach der Aera Napoléon, wurde er in seine Heimat entlassen.

Bereits am 12. November 1814 fand in Waldbillig die Heirat von Michel Rodange, dem Dichtervater, und Fräulein Jeannette (Nannette) Theisen statt. Sie hatten vier Kinder, Jean geboren am 27. Oktober 1815, gestorben am 28. Januar 1865; Michel geboren am 16. Dezember 1820, gestorben am 19. Dezember 1820; Michel geboren am 3. September 1823, gestorben am 13. März 1824; Michel, der Dichter, geboren am 3. Januar 1827 in Waldbillig und am 27. August 1876 in Luxemburg-Clausen gestorben.

Die Eltern des Nationaldichters wohnten zuerst im Thelenhause, bis sie im Jahre 1817 in ihr neuerbautes Haus einziehen konnten. Es ist das Geburtshaus unseres Nationaldichters Michel Rodange. Am 20. Dezember 1944, während der Winteroffensive des deutschen Feldmarschalls von Rundstedt, wurde das Haus total zerstört. Nach dem Krieg wurde es an derselben Stelle, mit einigen baulichen Veränderungen, wieder aufgebaut. Die am alten Haus 1927 angebrachte Gedenktafel zu Ehren des Dichters, war während des Krieges zerstört worden und konnte bereits am 9. September 1951, am neuen Haus, während einer grandiosen Feier ersetzt werden.

Die Familie Theisen verzog gegen 1825 auf den Enteschbacherhof bei Flebour.

Der Vater von Michel Rodange übte das Schusterhandwerk aus und betrieb nebenbei einen kleinen landwirtschaftlichen Betrieb. Durch seinen langjährigen Militärdienst bezog er zusätzlich eine kleine Pension. Am 19. Januar 1832 starb der Vater Michel Rodange an Typhus. Sein Sohn Michel war gerade fünf Jahre alt. Die Witwe betrieb einen kleinen Krämerladen und der 17 Jahre alte Bruder Jean versuchte so gut es ging, den Vater zu ersetzen, indem er das Schusterhandwerk ausübte.

Von 1833 an besuchte Michel Rodange die Winterschule in Waldbillig. Lehrer war damals Michel Majerus aus Waldbillig. Die Schulverhältnisse waren in jener Zeit recht rudimentar. Auf dem Land mussten die Kinder bei den Feldarbeiten helfen, deshalb gab es eigentlich nur während den Wintermonaten Schulunterricht.

Im Schuljahr 1841/42 war Michel Rodange als « Hilfslehrer », bei Kaplan Nicolas Zahlen in Michelbuch beschäftigt.

1843 wohnte Michel Rodange bei seinem Onkel Nicolas Theisen auf dem Enteschbacherhof bei Flebour (Gemeinde Bourscheid) und besuchte von dort aus die Primärschule in Diekirch.

Am 2. Januar 1845 bestand Rodange das Aufnahmeexamen an der neugegründeten Normalschule in Luxemburg, um den Lehrerberuf zu erlernen.

Am 7. August 1847, bei der ersten Session der neuen Normalschule, erlangte Michel Rodange das Lehrerbrevet im 4. Rang. Am 26. September 1847 bewarb sich Michel Rodange für den vakanten Lehrerposten in Steinsel. Der Posten wurde ihm vom Gemeinderat bewilligt, mit einem Jahresgehalt von 700 Franken.

Am 9. August 1849 bestand Rodange das Examen zum 3. Rang. Am 19.Dezember 1852, bei der Einweihung der neuen Pfarrkirche von Steinsel, trug Michel Rodange sein erstes Gedicht « Der Tempelbau » vor.

Am 28. Juli 1853 bestand Rodange das Examen zum 2. Rang. Am 31. Mai 1854 erschien in der Nummer 43 des  » Wächter an der Sauer  » in Diekirch, das Gedicht :  » Des nach Amerika ausgewanderten Feierabend « .

Am 13. September 1854 erfolgte die Ernennung von Michel Rodange zum Lehrer in Fels. Sein Jahresgehalt belief sich auf 900 Franken plus 100 Franken Extrasubsid.

Am 5. Oktober 1854 heiratete Michel Rodange in Strassen Fräulein Madeleine Leysen. Die Jungvermählten bezogen ihren Wohnsitz im leerstehenden Kaplanshaus, in der  » Hënneschtgaass  » in Fels.

Am 4. August 1855, Geburt des Sohnes Henri Thibaud. Taufpatin war Jeannette Rodange-Theisen aus Waldbillig, Taufpate Henry Leysen aus Strassen, der Schwiegervater Rodanges. Am 17. November 1855 starb der Erstgeborene.

Am 10. September 1856, Geburt der Tochter Elisabeth in Fels. Taufpate war der Bruder Jean Rodange aus Waldbillig, Taufpatin die Schwiegermutter Elisabeth Leysen-Becker aus Strassen.

Am 23. März 1857 Beginn des Tagebuchs  » Meine Tochter Elisa « . Im Juni 1857, erstes Gedicht in luxemburgischer Sprache:  » D’Lidd vum Jéngsterdag . Profezeit vun de Stärekikker.  »

Im Juli 1857, die Epistel im Müllerthaler Dialekt  » Heringen und seine Umgebung « .

Am 12. Februar 1857 starb Michel Rodanges Schwiegermutter Elisabeth Leysen-Becker in Strassen.

Am 25. März 1858, Geburt des Sohnes Jean Albert in Fels. Pate war der Neffe Jean (John) Rodange aus Waldbillig, Patin die Schwägerin Marguerite Leysen.

Am 28. September 1858 bestand Michel Rodange das Aufnahmeexamen in die Bauverwaltung als Piqueur cantonal.

Am 28. Juli 1859 stellte er sein Entlassungsgesuch an den Bürgermeister aus Fels. Dem Gesuch wurde am 31. Juli 1859 durch den Felser Gemeinderat stattgegeben.

Ende 1859, Anfang 1860 war Michel Rodange in Fischbach bei der Eisenhütte als Rechnungsführer beschäftigt. Seine Familie wohnte vorübergehend in Fischbach.

Am 1. Februar 1860 ersetzte Michel Rodange den erkrankten Piqueur von Echternach.

Am 5. März 1860 Geburt des Sohnes Nicolas Vital in Fischbach. Taufpate war der Lehrer Nicolas Courte aus Heffingen, Taufpatin die Schwägerin Elisabeth Leysen. Einige Monate nach der Geburt von Nicolas Vital zog die Familie nach Echternach, in die rue des Tonneliers um.

Am 25. Januar 1862 erhielt Michel Rodange seine definitive Anstellung als Piqueur cantonal und wurde als solcher in den Kanton Capellen versetzt. Er bekam die Erlaubnis, seinen Wohnsitz nach Körich, in das Kaplanhaus zu verlegen. Sein Jahresgehalt betrug 1.080 Franken.
Am 16. November 1862 Geburt der Tochter Marguerite in Körich. Taufpate war der Schwager Nicolas Leysen, Taufpatin die Nichte Marguerite Rodange.

Am 30. Mai 1864, Geburt der Tochter Marie-Madeleine in Körich. Taufpate war der Schwager Jean Barthel- Leysen, Taufpatin die Schwägerin Marie-Madeleine Rodange-Leonard von Waldbillig, vertreten durch die Schwägerin Marguerite Leysen.

Am 24. April 1864 entstand die einzige photographische Aufnahme von Michel Rodange, beim Photographen D. Kuhn in der Kapuzinergasse in Luxemburg.

Am 28. Januar 1865 verunglückte der Bruder Jean Rodange-Leonard aus Wadbillig und ertrank in der Sauer. Die Leiche wurde am 11. März 1865 in Euren bei Trier angeschwemmt und auf dem dortigen Friedhof St. Helena beigesetzt.

Am 20. Oktober 1865 wurde Michel Rodange « membre correspondant » der « Société pour la recherche et la conservation des monuments historiques ». Präsident dieser Gesellschaft war der aus Christnach stammende Professor Jean Engling.

Am 18. Mai 1866, die Versetzung von Michel Rodange als Piqueur cantonal nach Wiltz. Da aber in Wiltz die Cholera ausgebrochen war, zog die Familie Rodange erst im Herbst 1866 nach Wiltz. Sie wohnte zuerst « op der Lann » und nachher im « Lannebierg ».

Am 21. Mai in Körich die Geburt der Zwillinge Jean-Baptiste und Charlotte. Die Paten waren Jean-Baptiste Redingen und Charlotte Pastoret.

Am 20. August 1866 starb Jean-Baptiste Rodange in Körich.

Am 20. September 1869 erschienen in der Nummer 3 vom « Vaterland », Wochenblatt für luxemburgische National-Literatur, die beiden Gedichte « Daheim » und « Rückblick ».

Am 3. Oktober 1869 erschien in der Nummer 18 vom « Vaterland » das Gedicht « D’Lidd vum Jéngsterdâch- Profezeit fun de Stierekicker ».
Am 15. April 1870 Geburt des Sohnes Joseph-Jacques in Wiltz. Taufpaten waren Jacques Reckinger und Elise Rodange. Am 19.
Juni 1870 starb Joseph-Jacques.

In November 1870 trug Michel Rodange, bei der Gelegenheit des Wiltzer Hasenfestes, erstmals Auszüge aus dem « Rénert » vor.

Am 11. Mai 1872 starb Eugène Albert in Wiltz.

Am 29. Oktober 1872 erschien in der Zeitung « Indépendance luxembourgeoise » folgende Anzeige: « Soeben erschien und zu haben bei H. Schamburger, Buchhändler in Luxemburg: Rénert oder de Fuuss am Frack an a Mansgrëst. Op en Neis fotographéiert vun engem Letzebreger. Preis 1 Frang » .

Am 27. Mai 1873 starb die neunzigjährige Mutter Jeannette Rodange-Theisen in Waldbillig.

Am 27. Dezember 1873 ließ sich Michel Rodange von der Bauverwaltung beurlauben, um als Bauleiter der « Chemins de fer des bassins houillers du Hainaut » die Strasse von Grundhof nach Bollendorf und die Eisenbahnbrücke über die Schwarze Ernz in Grundhof zu bauen. Die Familie Rodange wohnte in Echternach in der rue de la Montagne.

In September 1874 wurde Michel Rodange als Hilfskonduktor nach Luxemburg versetzt. Er arbeitete unter Konduktor Suttor und half bei der Schleifung der Festung. Seine Familie wohnte in Luxemburg-Clausen und zog binnen kurzer Zeit dreimal um, ins « Beckeschhaus », ins « Deutschhaus » und ins « Staudthaus ».

In den Jahren 1875 – 1876 sichtete Michel Rodange sein literarisches Werk. Er sammelte und schrieb ins Reine, seine deutschen Gedichte, seine Chronik von Waldbillig und « dem Léiweckerche säi Lidd ».

Im Sommer 1876 erhielt Michel Rodange seinen einzigen offiziellen Auftrag, die Festkantate zur Enthüllung und Einweihung des Amaliendenkmals in

2002

Luxemburg zu dichten. Die Musik dazu komponierte Laurent Menager.
Am 27. August 1876 starb der Nationaldichter Michel Rodange im Staudthaus, Nummer 41, Clausener Berg, zwischen 20 und 21 Uhr.

Am 29. August 1876 wurde Michel Rodange, während einem orkanartigen Wolkenbruch, auf dem Cimetière Notre-Dame in Luxemburg begraben.

Am 19. Januar 1889 starb in Luxemburg die Ehefrau Madeleine Rodange-Leysen, nach 17-jährigem Krankenlager.